Springbreak anstatt Ice Age

Viele dachten wohl dieser Winter nimmt gar kein Ende mehr. Und das aus gutem Grund: Der März wurde zum kältesten seit 100 Jahren. Die Luftmassen, die uns Mitte März getroffen haben waren die kältesten seit 70 Jahren. Hinzu kommt noch, dass der Winter 2013 der dunkelste seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen für die Sonnenscheindauer war. Und somit war die Depression vorprogrammiert. So auch bei mir, ich entledigte mich meiner kompletten Sommerausrüstung, im Glauben der Sommer käme wohl nicht mehr und wir steuerten direkt auf die nächste Eiszeit zu. Alles was das Leben für mich lebenswert machte landete auf dem Müll: Das Motorboot, die Tischtennisplatte, die E-Gitarre, das Bierbike, der Beachvolleyball, das Skateboard, der Grill, der solarbetriebene Ghettoblaster, die Bierbänke, der Sonnenschirm,  der Bambusliegestuhl und das Luxus Fußmassagegerät. Alles das würde man wohl nicht mehr brauchen für die anstehende Eiszeit. Wehmütig schmiss ich einen Gegenstand nach dem anderen auf den Müll. Das Bierbike erinnerte mich an die durchzechten Sommernächte mit meinen Kumpels, wobei es mich wunderte, dass es noch gut intakt war und wir es nie verloren hatten. Es ist schon ein, zweimal vorgekommen, dass ich morgens aufgewacht bin und  mich fragte„ Ey Mann, wo ist mein Bier Bike?“. Doch ich fand es dann immer in der näheren Umgebung, meistens schräg über den Fußgängerweg geparkt. Also weg damit. Das Luxusfußmassagegerät war ein Überbleibsel meiner Ex. Wir gingen gemeinsam Auf die Wies’n. Wir tranken zu viel und als wir am nächsten Tag zu dritt im Bett mit einem Italiener aufwachten konnte ich ihr nicht mehr in die Augen schauen, sie mir wohl auch nicht. Wir trennten uns. Ich wollte das Fußmassagegerät ohnehin schon lange loswerden. Weg damit. Meine neue Freundin kannte diese Geschichte zum Glück nicht, sie würde mir wohl auch nicht mehr in die Augen schauen können und das hätte dann ähnliche Konsequenzen. Der solarbetriebene Ghettoblaster oder wie ich ihn nannte: Chuck Norris. Das war er auch: der Chuck Norris unter den Getthoblastern. Er war einfach unzerstörbar. Er flog einige Male vom Gepäckträger und bekam regelmäßig unfreiwillige Bierduschen. Das kümmerte ihn nicht: Ein solarbetriebener Ghettoblaster braucht keine Sonne, die Sonne braucht einen solarbetriebenen Ghettoblaster. Jetzt wo die Eiszeit beginnt wird sich wohl selbst Chuck Norris geschlagen geben müssen, dachte ich bei mir und warf ihn auf den Müll. Wahrscheinlich haben wir diese Eiszeit dem echten Chuck Norris zu verdanken. Um sich nach dem Sport abzukühlen verursachte Chuck Norris eine Eiszeit, wurde mir einmal erzählt. Vielleicht ist ja was dran. So fuhr ich fort. Gegenstand für Gegenstand landete auf dem Müll. Und ich verfiel in eine tiefe Depression. Nach einigen weiteren dunklen Wochen und regelmäßigen Frustbesäufnissen, der Witterung wegen, fragte ich mich wie ich diese Eiszeit jemals überstehen soll und  wann Chuck Norris denn Sport gemacht haben könnte. War das wohl vor diesem Winter oder währenddessen? Egal. Man musste sich seinem Schicksal stellen. Schließlich war das auch nicht die erste Eiszeit. So strich noch einmal die Zeit ins Land. Bis auf einmal die Temperaturen stiegen und  die Sonne zum Vorschein kam. Die Sonne hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Man sagte mir nach ich hatte einst ein sonniges Gemüt. Was das zu bedeuten hat, habe ich mit dem Verschwinden der Sonne vergessen. Die Rückkehr der Sonne. Damit konnte niemand rechnen. Ich ging in den Keller um meine Sommerausrüstung zu holen und um mich dann endlich wieder den schönen Dingen des Lebens zu widmen. Doch der Keller war leer und da kam es mir wieder: ich hatte vor einigen Wochen, in tiefer Depression, als noch feststand, dass die Eiszeit beginnt alles auf den Müll geworfen. Im Glauben ich würde es wohl nie wieder brauchen. Ich sah mich im Keller des Wohnhauses um. Ich lebte in einer Stadt. Alle anderen Keller waren bis zur Decke gefüllt mit allem Möglichen. Ich sah dort Schlauchboote, alte Diskokugeln, Pavillons, Fahrräder, Kicker, eine Bierbankgarnitur, eine Hollywoodschaukel, einen Webergrill, einen Durchlaufkühler für Bier und vieles mehr, was man zum Essen und Feiern draußen so braucht. Ich kam zu dem Entschluss mir alles wieder zu kaufen, außer vielleicht das Fußmassagegerät, das würde mich wohl zu sehr an den Italiener oder noch schlimmer gar an meine Ex erinnern. Ich kannte keinen der Nachbarn wirklich, man grüße sich zwar nett, aber ich würde nie auf die Idee kommen mir eine Biergarnitur oder ähnliches auszuleihen, geschweige denn zusammen zu feiern. Als ich kurz darüber nachdachte kam es mir irgendwie sinnfrei vor. So wie die Biergarnitur bei meinem Nachbarn im Keller aussah hatte dieser sie seit Jahren nicht mehr benutzt. Dann könnte ich sie ja haben, dachte ich bei mir. Bei mir würde sie wenigstens Verwendung finden. Nach diesem Gedanken entschloss ich mich Dinge in meiner Wohnung, die ebenfalls keine Verwendung mehr finden in den Keller zu räumen. Vor allem Bücher fielen mir in die Hände, meine Eltern und Großeltern schenkten mir immer Bücher, ich wüsste nicht dass ich auch nur eines davon gelesen hatte, ab in den Keller damit. Mit den Büchern landeten auch sämtliche DVDs im Kellerverließ. Wobei die meisten wohl potentielle Anwärter auf die goldene Himbeere waren. Nach und nach räumte ich alles was keinen Nutzen mehr fand in den Keller. Dahin wo es dann die nächsten 10 Jahre wieder ohne Verwendung liegen wird, schimpfte ich innerlich vor mich hin. So summierte sich das und der Keller war auf einmal wieder voll bis zur Decke. Ein Nachbar war ebenfalls im Keller und suchte etwas. Man grüßte sich. Es war der Nachbar dem die Biergarnitur gehörte. Ich hatte noch nie mehr als ein paar Worte mit ihm gewechselt. Ich fragte ihn, übrigens hieß er Chuck Norris, ob ich mir die Bierbankgarnitur ausleihen könnte ich würd gerne eine kleine Feier für die Überlebenden der Eiszeit machen, er wäre natürlich auch herzlichst eingeladen. Schließlich war er auch Überlebender. Er grinste und sagte er habe die Garnitur ohnehin Jahre nicht benutzt und das ich sie bei Bedarf immer haben könnte. Ich versicherte ihm, dass ich gut drauf aufpassen werde und er sich im Gegenzug  jederzeit auch einen Gewinner der goldenen Himbeere ausleihen könnte. Am nächsten Tag veranstaltete ich eine Party für alle Überblenden der Eiszeit 2013. Ich wusste nicht, dass so viele Menschen diesen Winter überlebt hatten. Die Party geriet ein wenig außer Kontrolle. Die Konsequenz: eine Hundertschaft Polizisten rückte an und als unser Freund und Helfer wissen wollte von wem die Party war kam Chuck Norris und verhaftete die Polizei.

Gegen die Welt ist kein Ostfriesenwitz

Jan Brandts halluzinogener Debütroman Gegen die Welt erzählt von einer Zeit, die er nur aus verblichenen Kindheitserinnerungen kennt. Die Geschichte spielt im Westdeutschland der Achtziger, vor dem Ausbruch von New Economy und Turbo- globalisierung, aus der Perspektive der osfriesischen Provinz. Die letzten Jahre der DDR oder die alte BRD entdecken diesen Herbst einige junge Autoren für sich, sie begeben sich zwischen Jetzt und Damals – Brandt gelingt das am besten. Er ist 1974 im ostfriesischen Leer geboren und man merkt, dass er die Gegend kennt: Treffend beschreibt er die Enge des Lebens fern der Großstadt und die ewigen Statusrangeleien der Dörfler. Seine Hauptperson ist Daniel Kuper, der Sohn des Drogisten Hard Kuper, ein Vater, der Prügel für eine gute Erziehungsmethode hält. Daniel, ein Träumer und Perry-Rhodan-Fan, von dem manche denken, er sei einmal von Außerirdischen entführt worden, findet wenig Verständnis. Dafür zweifelhafte Freunde wie Stefan, Rainer und Onno, die in brutalen Kloppereien die Hahnenkämpfe ihrer Väter wiederholen. Draußen in der Welt explodiert Tschernobyl, die Mauer fällt. Daniel ist derweil an die drei Rowdys gekettet, durch das gemeinsame Trauma, das sie vom Sturz ihres Lieblings-Mobbing-Opfers vor den Zug davon getragen haben. Der Autor erkundet das Innenleben seiner Figuren, bis jede in ihren ganz persönlichen Wahnsinn fällt. Gegen die Welt macht von Anfang an süchtig. Mit subtilem Humor und entlarvenden Dialogen, in denen die Leute konsequent aneinander vorbeireden. Die Perspektiven, Gewalt- fantasien und Zwangsvorstellungen der Figuren sind zu einer spannenden Erzählung vom Rande Deutschlands verwoben, die dann auch noch mit einer tatsächlich überraschenden Pointe endet. Wer noch nach dem Buch für den Herbsteinstieg sucht: Hier ist es.

Depp + Thompson = The Rum Diary

In The Rum Diary spielt Johnny Depp den Journalisten Paul Kemp, der seine Nächte gerne promillelastig verbringt. Der Film basiert auf dem Roman von Hunter S. Thompson, der dreißig Jahre lang nicht publiziert wurde. Nun hat die Geschichte es nach langer Zeit auch auf die Leinwand geschafft. Johnny Depp schlüpft also zum zweiten Mal in die Rolle des Hunter S. Thompson (das erste mal natürlich unvergessen im legendären Fear & Loathing in Las Vegas) in einem ähnlich  ‘semi’ autobiografischen Roman. The Rum Diary spielt 1959 in Puerto Rico und konzentriert sich auf Kemp, der seinen deprimierenden Job in New York aufgibt, um im fernen Land für The Daily News, eine der wichtigsten Zeitungen dort zu arbeiten. Als er nach Puerto Rico kommt findet er nicht nur Abenteuer sondern entdeckt auch eine schöne Dame, die ihm gefällt. Doch Chenault (Amber Heard) ist leider mit dem schlitzohrigen Unternehmer Sanderson (Aaron Eckhard) verlobt. The Rum Diary verspricht, trotz des Namens, ein willkommenes Ende der zum Horror mutierten Piraten Franchise und des endlosen Debakels um Lone Ranger. Garantiert eine gute Nachricht: die lebende Legende Bruce Robinson (The Killing Fields, Withnail & I) hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Eine extra Portion Humor und Pathos sind also zu erwarten. Der Trailer verspricht das auf jeden Fall! Wer nicht auf den (noch unklaren) Kinostart in Deutschland warten möchte, kann auf frents schon mal in den Roman reinschauen!

frents ist CC Pioneer!

Collaborative Consumption wurde von Rachel Botsman geprägt. Sie ist Co-Autorin von “What´s Mine is Yours”, das die Entwicklung der Gesellschaft vom Hyper-Konsum hin zum kollaborativen Konsum beschreibt. In dem Buch werden viele erfolgreiche Websites aufgeführt, die eine Veränderung der Welt bewirkt haben. Als erstes deutsches Startup-Unternehmen ist frents.com von ihr nun auf die ausgewählte Liste der wichtigsten Unternehmen, die CC weltweit fördern und prägen aufgenommen worden. Im Collaborative Consumption Hub beantwortete Philipp 10 Fragen zu frents, das Interview findet ihr hier. Der Platz auf dieser Liste und damit die Teilhabe an diesem weltweiten Trend, der immer bedeutender wird, ist für uns von frents eine große Ehre.

 

Star Wars:The Old Republic–Appetitanreger

Star Wars: The Old Republic ist nach Star Wars Galaxies das zweite MMO im Star Wars- Universum und wird als WoW-Killer gehandelt. Es spielt einige Tausend Jahre vor den Ereignissen der Filme. Es wird von den Star Wars-Fans schon sehnlichst erwartet. Nach langer Wartezeit ist es nun fast soweit. Der Game Director James Ohlen hat in einem Interview verraten, warum noch kein genaues Release-Datum bekannt ist: Die Entwickler möchten für den Start des MMORPG von Bioware einen reibungslosen Ablauf garan- tieren. “Es wäre schrecklich, wenn wir starten würden und die Server fallen aus oder ein Bug würde die Spielerfahrung trüben.” Der grobe Release-Zeitraum wurde auf der San Diego Comic-Con 2011 als Vorweihnachtszeit 2011 angegeben. Und die Vorbesteller- zahlen, die von EA zu Star Wars: The Old Republic schon veröffentlicht wurden, lassen vermuten, dass zumindest die Erwartungen der Hersteller erfüllt werden könnten. Doch da sich diese mit den aktuellen Zahlen, und seien sie auch noch so gut, nicht zufrieden- geben wollen, erschien nun ein neues Video zu Star Wars: The Old Republic. Dabei handelt es sich um einen appetitanregenden 13 Minuten langen Clip. In diesem erklärt Dallas Dickinson, der Director of Production das spannende Gefecht in einem Transportschiff. Doch entdeckt es selbst – lohnt sich!
Im weiteren Verlauf des Interview zu Star Wars: The Old Republic ging Ohlen auf die Erlebnisse des Spielers ein. Der Spieler soll in den 200 Stunden Story, die man als eine der acht Klassen im Online-Rollenspiel durchlebt, einigen Charakteren im Spiel immer wieder begegnen. So soll eine Art roter Faden durch die Erlebnisse verlaufen, um die Spieler durch die lange Spielzeit zu leiten. Bioware hat übrigens einen Mitarbeiter, der nur dafür zuständig ist, dass die Level- kurve des Spielers so verläuft, dass man mit Level 50 auch das Ende der Inhalte erreicht hat. frents User haben das Game natürlich vorbestellt und sobal es releast ist, wird es bei frents verfügbar sein!

81 und das blühende Leben: Bud Spencer

Der Schauspieler Bud Spencer hat seine Weltkarriere ohne große Anstrengung erreicht. „Ich war immer ein Dilettant”, sagte er dem ZEITmagazin. Niemals habe er nach dem Maximum gestrebt, alles sei ihm zugeflogen. „Ich war nie besonders ehrgeizig“, stellte er fest. Das Rauchen will er auch im Alter nicht mehr aufgeben. Spencer, der 81 Jahre alt ist, erklärte: „Warum sollte ich jetzt aufhören? Um noch wie lange zu leben? Ein oder zwei Jahre mehr oder weniger?“ Als er in den 50er Jahren als Hochleistungsschwimmer erfolgreich war, sei er sogar mit brennender Zigarette ins Schwimmbad gegangen. „Das war ein bisschen dumm“, sagte er jetzt. Seinen Künstlernamen setzte er zusammen aus dem Vornamen seines Lieblingsschauspielers Spencer Tracy und seiner Lieblingsbier- marke Budweiser. Sein Motto sei immer noch: „Lass mich vorbei, ich lebe gerade mein Leben!“ Derzeit ist Bud Spencer mit seiner Autobiografie „Meine Filme. Mein Leben“ erfolgreich. Ein Buch, geschrieben von Carlo Pedersoli, über eine bemerkenswert bescheidene und deswegen umso sympathischere Persönlichkeit, das es natürlich in gebundener Ausgabe bei frents gibt! Dem- nächst wolle er ein Album herausbringen mit Liedern auf Neapolitanisch, dem Dialekt seiner Heimat. Das wird es dann natürlich auch bei uns zu entdecken geben. Bis dahin viel Spaß mit dieser außergewöhnlichen Lebensgeschichte.

Extra-”Blatt”!!! Heute: frents bei ARD’s in.puncto!

Nicole Köster ist für in.puncto immer auf der Suche nach den neusten Trends und da frents als Tauschcommunity jedem User viel Geld sparen hilft, ist unser Geschäftsführer Philipp heute Abend bei der Sendung zu Gast! Im Interview erzählt er der Moderatorin und den Zuschauern etwas über diese Idee, aus der mehr und mehr ein Trend wird. Mit dabei sind außerdem flinc, eine Carsharing Community und Stefan Bächle, der die coolsten Indie-Games vorstellt. Einschalten lohnt sich also dreifach! in.puncto läuft bei ARD 1+, das ist der Digital Kanal des Senders, ist demnach über Satellitenschüssel zu empfangen. Wer keine Schüssel hat – keine Panik! Einfach bei Zattoo kostenlos anmelden und streamen. Frisch aus dem Studio hat Philipp Fotos von “Hinter den Kulissen” geschossen und einen kleinen Teaser gibt es auch schon.Heute Abend um 22:15 geht es los, weitersagen und anschauen!

An der Grenze der Realität – Chronic City

Der amerikanische Autor Jonathan Lethem, geboren 1964 in New York, hat in seinem neuen Roman Chronic City viele Dinge erfunden, die immer gerade so knapp neben der Wirklichkeit liegen, dass der Leser ins Stutzen gerät, die aber doch so real sind, dass sie uns vertraut vorkommen. Zum Beispiel der »graue Nebel«, der Downtown Manhattan verhüllt und die Banker in Depressionen stürzt, weil sie ohne Tageslicht arbeiten müssen. Alle ahnen, dass es sich um die Rache der Natur an der exzentrisch gewordenen Wall Street handelt, aber man ist zu sehr Rationalist, um das laut auszusprechen. Das gilt auch für die Zeit, in der Chronic City spielt. Vieles – das Wechselbad von Angst und Manie, aber auch der New Yorker Bürgermeister Jules Arnheim, den man leicht mit dem realen Michael Bloomberg ver- wechseln kann – erinnert an die nuller Jahre. Andererseits hat alles einen Hauch des Zukünftigen, als müsse man die Gegenwart nur ein wenig ins Morgen verlängern, um in Lethems Welt anzukommen. Chronic City ist ein New-York-Roman und ein Simulations- roman. Weil diese Stadt bigger than life wirkt, sodass man sich fragt, ob ihre Phäno- mene noch durch die Wirklichkeit gedeckt sind. Oder ob die Stadt nicht zu einem riesigen Inszenierungssprung angesetzt und alle Erdenhaftigkeit und Schwerkraft hinter sich gelassen hat. Chronic City erzählt von der Sehnsucht, sich vom Bullshit zu erlösen.  Lethem ist ein großartiger Schriftsteller, der Figuren von einer Gefühlstiefe und Gedankenkomplexität schaffen kann wie nur wenige seiner Kollegen. Dieses Buch aber ist ein großer Roman, weil Lethem denkende und leidende Figuren schafft, mit denen der Leser mitfühlt. Im Zentrum steht ein ungleiches Paar: Chase Insteadman und Perkus Tooth, eine anrührende Männerfreundschaft. Der eine, Chase Insteadman, der zugleich als Erzähler des Romans fungiert, ist ein soziales Chamäleon: »Ich gleite reibungslos dahin auf den Kugellagern des Charmes, habe ein gemäßigtes Charisma, das nieman- dem wehtut. Als Schauspieler im Ruhestand repräsentiere ich die Künste, verbreite jedoch nicht die störende Aura der Unzufriedenheit, des Ehrgeizes oder der Bedürftig- keit.« Perkus hingegen ist der herrische Paranoiker. In einer Zeit, die das Ganze nicht mehr zu erfassen vermag, ist der Paranoiker der Letzte, für den noch alles mit allem zusammenhängt. Perkus’ Paranoia hat etwas von intellektuellem Feinschmeckertum. Er ist zum Beispiel davon überzeugt, dass die bloße Typografie des New Yorker etwas mit den Artikeln macht. Sie bekommen ein Moment von Überzeugungskraft und Autorität durch ihre typo- grafische Aufbereitung. Wenn Perkus einem Artikel aus dem New Yorker auf den Zahn fühlen will, druckt er ihn in der Schrifttype Courier aus. Perkus und Chase: Der eine ist der Einzelgänger, der die Lügen durchschaut, der andere der Sozialempathiker, der sich jeder Unwahrhaftigkeit anschmiegt. Sie ahnen, dass sie dazu bestimmt sein könnten, sich gegenseitig zu erretten. Entdecken wie die Geschichte weiter geht – jetzt bei frents!

Der Neue bei frents – Willkommen Iven Zimmer!

Die frents Entwicklerabteilung ist seit ca. zwei Wochen um einen Mitarbeiter reicher und in diesem Rahmen stellen wir euch Iven Zimmer vor. Er lebt schon ewig in Berlin und studiert angewandte Informatik an der HTW in Schöneweide, vorher hat er bereits eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann absolviert. Neben dem alltäglichen rumprogrammieren in diversen Sprachen, ist er in seiner Freizeit besonders für Ballsport zu haben, egal ob Fußball, Tischtennis, Bowling oder Billard. Um ausdauernd an der Tastatur zu bleiben geht es außerdem noch regelmäßig zum Kraftsport. Aus seiner Kindheit bringt Iven Super Mario Kart auf dem Super Nintendo mit zu frents, denn obwohl das Spiel und die Konsole leicht (20 Jahre) veraltert sind, kommt seiner Meinung nach nichts an den Spaß einer Runde Super Mario Kart mit Freunden heran. Wer ebenso denkt, ist übrigens herzlich zu einem Ründchen eingeladen! Neben programmieren, Sport und zocken ist Iven auch noch ein Serienjunkie, seine Lieblingsserien sind: King of Queens, Two and a Half Men, How I Met Your Mother, Chuck und Better With You. frents wird er vor allem mit Backend-Programmierung unterstützen und das freut uns natürlich alle riesig!

Mehr Action: Dragon Age 2

BioWare ist eine Spieleschmiede, die ihre lechzende Spielerschaft immer wieder mit Werken versorgt, die zu begeistern wissen. Paradebeispiele  hierfür sind die Vorzeige-Spiele Mass Effect und Dragon Age Origins. Insbesondere letzteres überzeugte derart, dass das Rollenspiel-Epos nur in den höchsten Tönen gelobt wurde. Umso höher sind natürlich die Ansprüche, an den sehnlich erwarteten und nun endlich erhältlichen Nachfolger mit dem Namen Dragon Age 2 (DA 2). Es stellt ein komplett neues Kapitel dar, dass zwar inhaltlich durchaus an den Vorgänger anschließt, jedoch nicht als klassische Fortsetzung verstanden werden kann. Die Handlung entspinnt sich rund um den neuen Helden Hawke, der mit seiner Familie zu der Zeit, in der die DAO Haupt- handlung startete, vor der dunklen Brut in seine Herkunftsstadt Kirkwall flieht. Bei Kirkwall handelt es sich um den vielseitig in Szene gesetzten Hauptschauplatz des Spiels – eine Stadt, die mit einer Festung und diversen Bezirken von der schillernden Einkaufs-passage bis zum gefährlichen dunklen Winkel unterschiedliche Facetten zu bieten hat. Es gelingt BioWare auch in diesem Game, eine spannende Geschichte zu erzählen. Im Kern geht es dabei natürlich stets um Garrett – und wie dieser sich und seine Familie von einer Gruppe geächteter Flüchtlinge in die hohen Gefilde von Macht, Politik und Verschwörungen hocharbeitet. Garniert wird dieser persönliche Erzählstrang durch eine externe Haupthandlung, in der die im ersten Teil angerissene Feindschaft zwischen der Kirche (bzw. ihren Templern) und den abtrünnigen Magiern thematisiert wird. Es gehörte auch zu den großen Stärken von Dragon Age Origins, dass die Macher eine umfassende Party integrierten. An dieses essentielle Element anknüpfend, kann man auch im Nachfolger auf bis zu neun unterschiedliche Begleiter zurückgreifen, wobei man sich nach wie vor von maximal drei weiteren Charakteren begleiten lassen kann. Auch aus dem ersten Teil bekannt ist das Questdesign. Dieses bleibt sich auch in Dragon Age 2 weitgehend treu. Und das ist dank der guten Konzeption überzeugend. Dement-sprechend kann man an vielen Ecken von Kirkwall diverse Nebenquests annehmen, die zumeist neben Geld und Gegenständen neue Möglichkeiten und Wege eröffnen und zudem weitere Details und Geheimnisse aus der DA-Welt zum entdecken bereithalten. Hinzu kommen an die Party-Mitglieder angelehnte Missionen. Alles in allem handelt es sich hierbei weiterhin um ein gutes System, das geschickt Inhalte miteinander verwebt und und dank der soliden Ausgestaltung der Hauptquests für ein Plus in puncto Spieltiefe sorgt. Sieht man von der Handlung ab, so findet sich die größte Veränderung, die Dragon Age 2 vom Vor- gänger unterscheidet, beim Kampfsystem. Auf den Punkt gebracht kann man sagen: DA 2 ist im Vergleich zum Vorgänger mehr Action und weniger Rollenspiel. Sowohl für eingefleischte Fans als auch für Neueinsteiger spielenswert! Und natürlich gibt es Dragon Age 2 bei frents!