Frisch aus Montreal importiert

Nach den letzten drei Alben von The Dears (No Cities Left 2003, Gang Of Losers 2006 und Missiles 2008) kommt nun mit Degeneration Street das insgesamt fünfte Album der kanadischen Band. Murray Lightburn tauscht die Besetzung regelmäßig aus – einzige Ausnahme ist Keyboarderin/Sängerin Natalia Yanchak, denn wer schmeißt schon seine Frau aus der Band? Bei der Entstehung von dem neuen Album ging die Band ungewohnte Wege: zunächst schickten sie sich gegenseitig Songs und Ideen per Email, um an diesen zu arbeiten, bevor sie innerhalb weniger Studiotage mit Tony Hoffer (Beck, Belle & Sebastian, Phoenix) aufgenommen wurden. Lightburn scheint die Vergleiche mit Morrissey oder Damon Albarn reichlich satt zu haben und in der Zeit der Entstehung viel David Bowie gehört zu haben. Denn die Songs Thrones und Yesteryear befinden sich in unmittelbarer stimmlicher und musikalischer Nähe zum Thin White Duke. Den Opener Omega Dog bestreitet Lightburn hingegen im Falsett-Gesang, so dass man meint, Prince hätte einen großartigen, leicht souligen Indiepop-Song geschrieben. Ein weiteres Highlight ist Blood mit seinen kreischenden Gitarren, die auf Spinett-artige Sounds prallen. The Dears machen auf Degeneration Street fast alles richtig und viel mehr als auf den beiden Platten zuvor.
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