The Black Keys’ Brothers, Musik wie früher

Es gibt kein schlechtes Lied auf Brothers. Dan Auerbach und der herrlich unaufgeregt trommelde Patrick Carney von The Black Keys transportieren selbst Lieder wie den Euro-Disco-Alptraum Never Gonna Give You Up in ehrbare Gefilde. Aber keiner der Songs ist ein Experiment, die sind organisch gewachsen und das beschert den Black Keys beste Bewertungen. Mit seinen 31 Jahren stapft Auerbach dermaßen souverän durch Rock, Soul und Blues, als würde er seit 100 Jahren die Luft der amerikanischen Musikgeschichte inhalieren. „Wir waren bisher einfach noch nicht reif genug, um zu wissen, wie man ein richtiges Rock’n’Roll-Album aufnimmt. Jetzt war es so weit“, sagt Carney zu ihrem sechsten Album. Simplizität ist ihr Steckenpferd, größtmögliche Transparenz ihr Ideal. Im Laufe von gut acht Jahren, war Minimalismus stets Methode, nicht das Ziel.Was man nicht konnte, wurde weggelassen. Das sieht man schon am Artwork, wo das, was einem jedes Cover irgendwie pompös gestaltet beibringen will, einfach in großen Lettern prangt. Gab es vorher nur Spuren von Junior Kimbrough oder R.L. Burnside, sind auf Brothers eindeutige Hinweise zu so unterschiedlichen Sachen wie T.Rex über The Meters bis hin zu dem Wu-Tang Clan (man höre Too Afraid To Love) kaum zu überhören. Es klingt verdammt nach früher. Und großartig. Entdecken bei frents!

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