Tag Archives: frents

Extra-”Blatt”!!! Heute: frents bei ARD’s in.puncto!

Nicole Köster ist für in.puncto immer auf der Suche nach den neusten Trends und da frents als Tauschcommunity jedem User viel Geld sparen hilft, ist unser Geschäftsführer Philipp heute Abend bei der Sendung zu Gast! Im Interview erzählt er der Moderatorin und den Zuschauern etwas über diese Idee, aus der mehr und mehr ein Trend wird. Mit dabei sind außerdem flinc, eine Carsharing Community und Stefan Bächle, der die coolsten Indie-Games vorstellt. Einschalten lohnt sich also dreifach! in.puncto läuft bei ARD 1+, das ist der Digital Kanal des Senders, ist demnach über Satellitenschüssel zu empfangen. Wer keine Schüssel hat – keine Panik! Einfach bei Zattoo kostenlos anmelden und streamen. Frisch aus dem Studio hat Philipp Fotos von “Hinter den Kulissen” geschossen und einen kleinen Teaser gibt es auch schon.Heute Abend um 22:15 geht es los, weitersagen und anschauen!

Das Neue von Cornershop

Cornershop & The Double ‘O’ Groove Of ist nicht nur gute Musik; es vereint ver- schiedene Kulturen mit solch fröhlicher Respektlosigkeit, dass es einen für 40 Minuten alle Gedanken an Grenzen und Rassenunterschiede vergessen lässt. Die Musik ist keine Mixtur aus alter und neuer Welt, sondern vielmehr ein Hybrid aus Brit- und Indien- Pop. Nach dem großen Hit Brimful Of Asha folgte das Album Lessons Learned From Rocky I To Rocky III, danach vermutete zuletzt kaum noch jemand Cornershop unter den aktiven Bands. Irrtum. Mit dem Albumtitel Cornershop & The Double O Groove Of erreichen sie ein neues Hoch in puncto kauzige Sperrigkeit. Mit Bubbley Kaur haben die Herren sich mit einer bisher völlig Unbekannten im Musikgeschäft verstärkt, und das ist nicht alles: Album- und Songtitel sind die einzigen Anhaltspunkte in englischer Sprache – die Texte sind ausnahmslos in Punjabi. Nun kann man zu fremdsprachiger Musik stehen, wie man will – das kann einem zu fremd, zu gewollt, zu alternativ oder zu sehr nach Weltmusik- schublade klingen. Oder, wie im Falle von Cornershop beweisen, dass mangelndes Textverständnis guter Musik nicht im Wege steht. Bubbley Kaurs Stimme, Modulation und emotionale Intonation reichen völlig aus, mehr auszudrücken, als es so mancher englischsprachige Titel kann. Topknot, die Single, die Cornershop schon im Jahre 2004 dem Album vorgeschossen haben, ist ein gutes Beispiel. Kaur hat eine atemberaubende Stimme, die auch durch den repetetiven Charakter des Songs nichts an Einfluss verliert. Sie trägt den Song mit einer solchen Leichtigkeit, dass es scheint, als sänge die junge Frau nur nebenbei und beinahe unbewusst. Wenn träumerisch und zuckersüß nicht solch alberne Adjektive wären – sie würden Bubbley Kaurs Stimme perfekt beschreiben. Das Album ist mehr als indische Partymusik. The 911 Curry und The Biro Pen spielen mit elektronischen Klängen und imposanten instrumentalen Untermalungen, und Supercomputed treibt das Ganze auf die Spitze. Man kann es als Tanzmusik bezeichnen, oder, wie Cornershop-Frontmann Tjinder Singh, als umfassende Studie zur Punjabi Folk Music. Was immer es ist, die meiste Zeit macht das Gescheppere großen Spaß. Das neue Album entdecken bei frents!

frents Montagsspiel: Ligretto

Spielen dass die Karten fliegen! Aber vorsicht: Lange Fingernägel können hier verheerenden Schaden anrichten. Jeder Spieler bekommt bei Ligretto von Schmidt-Spiele einen eigenen Kartensatz à 40 Karten. Vier Farben und die Zahlen von Eins bis Zehn sind auf den Spielkarten abgedruckt. Ziel ist es, möglichst viele Karten abzulegen. Klingt erstmal nicht so aufregend? Spielregeln tun das selten. Ligretto macht wirklich süchtig. Doch hat man es hier nicht mit noch einem Uno-Klon zu tun, sondern mit einem rasanten Spiel für mehrere Spieler bei dem es gilt einen kühlen Kopf zu bewahren. Jeder Spieler legt zehn Karten, den Ligretto, als Stapel vor sich ab (Bildseite nach oben). Außerdem platziert man drei Karten offen vor sich. Die übrigen Karten hält man verdeckt auf der Hand. Hat man unter seinen offenen Karten oder als oberste Handkarte eine Eins einer beliebigen Farbe, so legt man diese in die Mitte und fängt damit einen Ablagestapel an. Nun kann sofort eine farblich passende Zwei auf die Karte gelegt oder ein neuer Ablagestapel begonnen werden. Jeder darf dabei auf jeden Ablagestapel legen. Natürlich hat man oft die gleichen Karten wie die Gegner, also muss man schnell sein um seine Karten lozuwerden (hier kommt übrigens die Warnung vor langen Fingernägeln zum Tragen). Hat man keine passende Karten parat, zählt man 3 Karten vom Handstapel ab und steckt sie hinten wieder dazu. Die neue oberste Karte darf man wiederum ins Spiel bringen, wenn sie passt. Tut sie nicht? Wieder 3 Karten abzählen. Die Plätze der anfangs drei offenen Karten dürfen, wenn sie leer werden, sofort mit Karten vom Ligretto nachbestückt werden. Da kommt Hektik auf, schließlich muss man Karten nachlegen und gleichzeitig Ablagestapel, seinen Ligretto und die offen liegenden Karten der Mitspieler im Auge behalten. Die Spieler trachten danach, möglichst viele Karten von ihrem Ligretto los zu bekommen, schließlich zählt jede davon am Ende zwei Minuspunkte. Man versucht also, die Karten vom Stapel direkt auf einen Ablagestapel zu legen oder freie Plätze bei den drei offenen Karten aufzufüllen. Am Ende einer Runde, wenn ein Spieler seinen Ligretto komplett geleert hat, werden die Karten gezählt. Die Kartendecks der Spieler sind an ihrer Rückseite voneinander zu unterscheiden. Wie bereits gesagt zählt jede am Ligretto verbliebene Karte 2 Minuspunkte, jede abgelegte Karte in der Mitte 1 Pluspunkt. Gewonnen hat, wer durch die abgelegten Karten und einen möglichst kleinen Ligretto die meisten Punkte hat. Verblüffend, wie faszinierend ein so einfaches Spiel sein kann. Jetzt entdecken bei frents!

frents Montagsmaler: Gerhard Richter der unfreiwillige Zeitzeuge

Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg zeigt bis zum 15. Mai 2011 Arbeiten aus Gerhard Richters Werkgruppe der großformatigen Gemälde, die er nach Fotos gemalt hat. Sie entstanden, nachdem der international geschätzte Künstler Anfang der 60er-Jahre aus seiner Heimatstadt Dresden in den Westen übergesiedelt war. Richter, geboren 1932, stellte das erste Mal 1963 in einem leer stehenden Laden in Düsseldorf aus – gemeinsam mit seinen Künstlerfreunden Sigmar Polke und Konrad Fischer-Lueg. In diesem Rahmen präsentierte er seine ersten sogenannten grauen Fotobilder. Vorlagen dafür waren Reproduktionen aus Magazinen wie Stern oder Quick, Familienfotos und schlichte Alltagsgegenstände. Richter verstrich dabei die Farbe auf den Bildern so, dass das Motiv unscharf wurde. Dadurch wollte er die Gemälde fotoähnlicher machen. Und er verwischte damit auch “das zu viel an unwichtigen Informationen”, wie er sagte. In Richters Bildern begegnen sich das Banale und das Böse, schnelle Autos und ein falscher Kronleuchter, persönliche Erinnerungen, die beklemmende Vergangenheit, die aktuelle Politik und Urlaubsszenen. Den Höhepunkt der Ausstellung bildet der Zyklus 18. Oktober 1977 (1988) zum Tod der RAF-Mitglieder in Stammheim. Damit hat Gerhard Richter einst die Werkgruppe der gemalten Fotografien abgeschlossen. Diese Bilder sind als Leihgabe des New Yorker MoMA in Hamburg zu sehen. Rückblickend kann man heute in der Gesamtheit Richters früher Werke das Bild einer Epoche erkennen; das drückt der Titel der Ausstellung Gerhard Richter. Bilder einer Epoche aus. Das Bucerius Kunst Forum kann sogar bisher nicht veröffentlichte Bilder und Texte zeigen. Der Katalog gibt einen schönen Einblick in das Werk und das Leben Richters, bei frents gibt es ihn nätürlich!

frents Montagsmusik: Mehr Königliches, diesmal von Radiohead

Anscheinend ist es gerade Trend unter guten Musikern, den neuen Alben Titel mit den Worten “The King” drin zu geben. Gute Neuigkeiten: die poetischen Leistungssportler sind mit einem davon zurück. Letzten Freitag ist Radioheads neues Album The King of Limbs veröffentlicht worden. Natürlich wird es bereits als Meisterwerk gefeiert. Als Online Stream ist es auch in Deutschland schon zu hören, gebannt auf diverses Tonträgermaterial gibt es das gute Stück via XL/Beggars ab dem 25. März. Es ist ein weiterer Klassiker, der straighte Electronica mit hymnenartigem Britpopnummern und komplexem Prog-Rock verheiratet. Mehr oder weniger zeitgleich ist auch das erste offizielle Video zum Song Lotus Flower im Netz aufgetaucht, in dem Frontman Thom Yorke bei einer eigenwilligen Tanzperformance zu sehen ist.

Ein kleiner track-by-track Guide:

Bloom: Ein unkaputtbares Fragment, das sich dagegen sträubt, an irgend etwas zu knüpfen. Gebaut auf doppeltem Boden, gepaart mit jazziger Verquertheit und bei übermäßiger Dosierung herbe Kopfschmerzen verursachend. Durch alle Instrumentenlagen wandernd mit einem erhabenen Thom Yorke, der bekennend mit “Open your mouth wide / Universal sighs” hinter diesem sinistren Vorhaben steht.

Morning Mr Magpie: Eine Uptempo-Manie mit sichtlicher Unaufgeräumtheit, gleichlaufendem Rhythmus und den vorwärtstreibenden, abbrechenden Ergänzungen des Gitarren-Dreischritts von Jonny Greenwood, Ed O’Brien und Yorke. “Good morning, Mr Magpie / How are we today? / Now you’ve stolen all the magic / Took my melody“.

Little By Little: Reim, Prosa, lose und zusammen, Verdichtungen und Wortverknappungen. Eine Genrekollision der morgenländischen Notenskalen mit der chromatischen Modulation Arnold Schönbergs. Und ein Geständnis: “Little by little / By hook or by crook / I’m such a tease and you’re such a flirt“.

Feral: Anscheinend waren Radioheads vorherige Trips in den melodischen Experimentalismus nicht genug, es folgt der Versuch alle Geräusche des Waldes nachzuahmen. Feral ist ein ungestümes Titelgleichnis – ein zuckendes, rohes Ding mit einem psychotischen Trommeltakt.

Lotus Flower: Das genaue Gegenstück zu Feral, denn dieser Titel führt den Hörer in einen üppigen, warmen Sounddschungel, dank Yorkes subtilen, sensuellen Vibrato und Lyrics wie “slowly we unfurl/as lotus flowers”. Er verteidigt seinen Titel “König der tanzenden Gliedmaßen” mit Bravour.

Codex: “Sleight of hand / Jump off the end / Into a clear lake / No one around / Just dragonflies / Flying to the side / No one gets hurt“. Naturalistische Spiritualität, Fassadenlosigkeit und Daseinsfreude. Wer sich traut diesem Lied, solche Eigenschaften selbstredend einzugestehen, entdeckt dass es kein Schluchzen mit Selbstschwund ist.

Give Up The Ghost: “Don’t haunt me / Don’t hurt me (…) / I think I should give up the ghost“. Ätherische Loopabfolgen, klopfendes Mahagoniholz und Geisterchöre greifen um sich, Yorke klingt wie ein wandelnder Minnesänger. Mit einer akustischen Gitarre beschwört er Feen und Geister und sein Echo werfen melancholische Background-Vocals und ein einlullendes Summen zurück. Fast erinnert es an die vergangene Goldfrapp Felt Mountain Ära.

Separate: Nach der Epilepsie in den ersten Stücken steht die Entgiftungskur an. Frisch und psychdelisch klingt der letzte Song der Platte. Wie eine Bande Hippies, die durch den Wald tanzen, ist Separator das perfekte Enda der generellen Metaebene des Albums. Natürlich wären Radiohead kein musikalisches Paradigma, wenn sie nicht einen kleinen Haken einbauen würden: “If you think this is over / Then you’re wrong“. Man möchte nicht glauben, dass es ein Finish markiert.

frents Montagsmusik: The King Is Dead von The Decemberists

Die Folkweltmeister aus Portland, Oregon schaffen zum wiederholten Male etwas Bemerkenswertes: Ihr längst überfälliges neues Werk The King Is Dead ist durchgehend konservativ und doch etwas Niedagewesenes. Nach Picaresque (2005) verließ die Band die Indieszene, das Bangen um ihr Überleben im Haifischbecken der Majors begann. The King Is Dead ist der dritte Longplayer der Decemberists bei Capitol. Seine zwei Vorgänger waren sperrige Werke: Sowohl The Crane Wife (2006) als auch The Hazards Of Love (2009) waren Konzeptalben, die musikalisch den recht leichtfüßigen Folk des Quintetts mit Progressive Rock-Allüren beschwerten. Das funktionierte auf The Hazards Of Love nicht so wirklich; auf The Crane Wife teilweise ganz gut. Auf dem neuen Album schlägt ihr ätherisch-schwebender, von britischen und bisweilen auch osteuropäischen Einflüssen geprägter Folk-Sound von früher Wurzeln in amerikanischer Heimaterde Ein gutes Beispiel ist die wunderbare Ballade Down By The Water, bei der man zuerst an R.E.M. (Peter Buck hat auch daran mitgearbeitet) denken muss, dann (nicht nur wegen der Mundharmonika) an Bob Dylan (mit dem sich die Decemberists schon eine Bühne teilten), bis man versteht, dass dies einfach die legitimen Erben von Bob Dylan und R.E.M. sind, dass sich nur so das Heute von Menschen anhören kann, die das Gestern nicht erlebt, es aber verehrt haben. Eine ganz große, ein moderne Altherrenplatte, die es deswegen auch klassisch auf Vinyl bei frents zu entdecken gibt!

Ein Traum im Traum – Inception bei frents

Regisseur Christopher Nolan (The Dark Knight)  stellt in seinem clever verschachtelten Thriller Inception die Frage nach der Echtheit der Realität. Wenn man aus einem Traum erwacht, der sehr intensiv war, weiß man im ersten Augenblick nicht wo man ist, was real ist, oder was geträumt war. So ähnlich fühlen sich die Figuren in Inception ständig, und so ähnlich fühlt man sich auch als Zuschauer, nachdem man den Film gesehen hat.
Nolan gelingt nicht nur ein clever konstruiertes Action-Abenteuer, sondern vor allem auch eine Verbeugung vor der gauklerischen Macht des Films. Erzählt wird die in einer nicht allzu fernen Zukunft spielende Geschichte einer Gruppe von Gaunern und Schwarz-markthändlern, die sich mittels Narkotika und einer obskuren Maschine in die Träume prominenter Wirtschaftsbosse schleicht, um dort Informationen zu extrahieren. Anführer der Gang – und talentiertester Anwender des Traumbetrugs – ist Cobb (Leonardo DiCaprio), ein gehetzt und fahrig wirkender Mann, auf den in seiner Heimat USA ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Der Industrielle Saito (Ken Watanabe) macht ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: Statt Informationen zu stehlen, soll er einen Gedanken in das Unterbewusstsein eines Konkurrenten Saitos pflanzen. Inception heißt dieses unter Traumdieben als riskant und experimentell geltende Verfahren. Um echte Überzeugungsarbeit zu leisten, konstruieren Cobb und sein Team drei übereinander-liegende Traum-Ebenen, in die das schlafende Opfer nach und nach transportiert wird. Das Unternehmen ist tatsächlich nicht ohne Risiko, denn durch die tiefe Betäubung laufen alle Beteiligten Gefahr, nie wieder zu erwachen, sondern sich für immer in den Tiefen ihres Unterbewusstseins, dem Limbo, zu verlieren. Was kaum einer im Team weiß: Cobbs Psyche ist kurz davor, außer Kontrolle zu geraten. Immer wieder tauchen seine verstorbene Frau Mal (Marion Cotillard) sowie Fetzen einer zum großen Teil verdrängten Leidensbiografie in den Traumkulissen auf und werden zu bedrohlichen Störfaktoren.
Der britische Regisseur findet atemberaubende Bilder, um die gestalterische Macht des ruhenden Geistes zu illustrieren, etwa wenn die angehende Traumarchitektin Ariadne (Ellen Paige) zu Übungszwecken ganze Pariser Straßenzüge buchstäblich auf den Kopf stellt. Das Meisterwerk gibt es bei frents auf Blu-Ray und einen kleinen Kreisel natürlich auch. Den braucht man hinterher.

Echtzeit Berlin VIII – frents war dabei

Begleitet von eisigen Tiefsttemperaturen lud Gastgeber Alexander Hüsing von Deutsche Startups gestern Abend einmal mehr zu der exklusiven Veranstaltung Echtzeit Berlin. Diesmal zur achten Ausgabe. Über 200 erlesene Investoren, Business Angels, Gründer und Medienvertreter besuchten den Zanox GAP Campus in der Stralauer Allee (Gästeliste). Carlo und ich waren mit von der Partie und durften bei Bier und Snacks in die Szene eintauchen und interessante Gesprächspartner kennenlernen. Wie immer eine sehr gelungene Veranstaltung!

Alice im 3D Wunderland


Alice war bisher ein Mädchen, das einem übergroßen weißen Kaninchen in ein Loch folgt, das in eine völlig verrückte Zauberwelt führt. Tim Burton (Beetle Juice, Edward mit den Scherenhänden) nahm das Kultmärchen in die Hand und dank altbewährter Kombinationen hat er wieder einmal  ein bezauberndes, optisch umwerfendes Fantasy-Spektakel geschaffen, in dem Johnny Depp wieder einen ebenso schrulligen wie liebenswerten Charakter spielt. Das Drehbuch von Linda Woolverton (Der König der Löwen, Die Schöne und das Biest) gibt der Geschichte vom Wunderland eine wirklich neue Wendung, hier ist  Alice (Mia Wasikowska) eine 19-Jährige, die unfreiwillig mit einem schnöseligen Trottel vermählt werden soll. Sie flieht in den Wald und landet nicht nur mit einem spektakulären Sturz im Unterland, nicht Wunderland, dort erhält sie auch ihre Mission: zu entdecken, wer sie wirklich ist.  Unter der Regie von Tim Burton und mit Hilfe von Dariusz Wolski (Sweeney Todd) werden ihre Figuren nun jenen entscheidenden Farbton dunkler, den es für wirklich interessante Filme braucht und ein spannendes Action-Fantasy-Abenteuer entfaltet sich. Bei ihrem ersten Besuch als kleines Mädchen hatte sie die Bewohner – von gehetzten Kaninchen über eierförmige Zwillinge bis hin zu sprechenden Raupen – bereits kennengelernt, doch ihre Stimmung ist neuerdings gedrückt. Seit die cholerische Rote Königin regiert, haben sich Angst und Gewalt breitgemacht. Alice soll das Unterland jetzt retten, doch die versucht Sinn in diesem Reich voller Irrsinn zu finden – das ist natürlich auch eine Parabel aufs Erwachsenwerden. Zum Glück überdeckt die Coming-of-Age-Story nicht die skurrilen Nebenfiguren: Helena Bonham Carter (Fight Club) als Rote Königin, die beständig “Kopf ab!” fordert sowie Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) als Weiße Königin. Die beiden geben ein groteskes Schwestern- und Feindespaar ab, doch Johnny Depp, auf dem schmalen Grad des Wahnsinns balancierend, stiehlt ihnen allen die Show.
Wer das Spektakel auf der Leinwand nicht gesehen hat kann den Film bei frents ausleihen und entweder ganz normal auf dem eigenen Fernseher anschauen, oder den 3D Fernseher dazu leihen!

Colin Firth stottert in The King’s Speech

Am Freitag den 26. November kommt The King’s Speech ins Kino. Beim Toronto Filmfestival hat das Historiendrama bereits den begehrten Publikumspreis eingeheimst, Colin Firth, Helena Bonham Carter und Geoffrey Rush wurden für ihre herrausragenden Darstellungen jeweils mit dem Academy Award ausgezeichnet.  Tom Hooper inszenierte die ungewöhnliche Geschichte nach wahren Begebenheiten. King George VI, Vater der späteren Queen Elizabeth II, und sein unorthodoxer Sprachtherapeut, der den angehenden König von seinem Stottern befreien soll, freunden sich während der Therapie an und machen den Prozess zu einer ergreifenden und witzigen Story. Colin Firth spielt den britischen König nicht einfach nur verletzlich und unsicher, sondern er zeigt den grimmigen Mut und die Ausdauer hinter seinen Unsicherheiten, die ihm während seiner Regentschaft geholfen haben. Der aktuelle Trailer hier bei frents gibt schon einmal einen Vorgeschmack, auch wenn wir uns in Deutschland noch etwas gedulden müssen!