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Depp + Thompson = The Rum Diary

In The Rum Diary spielt Johnny Depp den Journalisten Paul Kemp, der seine Nächte gerne promillelastig verbringt. Der Film basiert auf dem Roman von Hunter S. Thompson, der dreißig Jahre lang nicht publiziert wurde. Nun hat die Geschichte es nach langer Zeit auch auf die Leinwand geschafft. Johnny Depp schlüpft also zum zweiten Mal in die Rolle des Hunter S. Thompson (das erste mal natürlich unvergessen im legendären Fear & Loathing in Las Vegas) in einem ähnlich  ‘semi’ autobiografischen Roman. The Rum Diary spielt 1959 in Puerto Rico und konzentriert sich auf Kemp, der seinen deprimierenden Job in New York aufgibt, um im fernen Land für The Daily News, eine der wichtigsten Zeitungen dort zu arbeiten. Als er nach Puerto Rico kommt findet er nicht nur Abenteuer sondern entdeckt auch eine schöne Dame, die ihm gefällt. Doch Chenault (Amber Heard) ist leider mit dem schlitzohrigen Unternehmer Sanderson (Aaron Eckhard) verlobt. The Rum Diary verspricht, trotz des Namens, ein willkommenes Ende der zum Horror mutierten Piraten Franchise und des endlosen Debakels um Lone Ranger. Garantiert eine gute Nachricht: die lebende Legende Bruce Robinson (The Killing Fields, Withnail & I) hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Eine extra Portion Humor und Pathos sind also zu erwarten. Der Trailer verspricht das auf jeden Fall! Wer nicht auf den (noch unklaren) Kinostart in Deutschland warten möchte, kann auf frents schon mal in den Roman reinschauen!

Alice im 3D Wunderland


Alice war bisher ein Mädchen, das einem übergroßen weißen Kaninchen in ein Loch folgt, das in eine völlig verrückte Zauberwelt führt. Tim Burton (Beetle Juice, Edward mit den Scherenhänden) nahm das Kultmärchen in die Hand und dank altbewährter Kombinationen hat er wieder einmal  ein bezauberndes, optisch umwerfendes Fantasy-Spektakel geschaffen, in dem Johnny Depp wieder einen ebenso schrulligen wie liebenswerten Charakter spielt. Das Drehbuch von Linda Woolverton (Der König der Löwen, Die Schöne und das Biest) gibt der Geschichte vom Wunderland eine wirklich neue Wendung, hier ist  Alice (Mia Wasikowska) eine 19-Jährige, die unfreiwillig mit einem schnöseligen Trottel vermählt werden soll. Sie flieht in den Wald und landet nicht nur mit einem spektakulären Sturz im Unterland, nicht Wunderland, dort erhält sie auch ihre Mission: zu entdecken, wer sie wirklich ist.  Unter der Regie von Tim Burton und mit Hilfe von Dariusz Wolski (Sweeney Todd) werden ihre Figuren nun jenen entscheidenden Farbton dunkler, den es für wirklich interessante Filme braucht und ein spannendes Action-Fantasy-Abenteuer entfaltet sich. Bei ihrem ersten Besuch als kleines Mädchen hatte sie die Bewohner – von gehetzten Kaninchen über eierförmige Zwillinge bis hin zu sprechenden Raupen – bereits kennengelernt, doch ihre Stimmung ist neuerdings gedrückt. Seit die cholerische Rote Königin regiert, haben sich Angst und Gewalt breitgemacht. Alice soll das Unterland jetzt retten, doch die versucht Sinn in diesem Reich voller Irrsinn zu finden – das ist natürlich auch eine Parabel aufs Erwachsenwerden. Zum Glück überdeckt die Coming-of-Age-Story nicht die skurrilen Nebenfiguren: Helena Bonham Carter (Fight Club) als Rote Königin, die beständig “Kopf ab!” fordert sowie Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) als Weiße Königin. Die beiden geben ein groteskes Schwestern- und Feindespaar ab, doch Johnny Depp, auf dem schmalen Grad des Wahnsinns balancierend, stiehlt ihnen allen die Show.
Wer das Spektakel auf der Leinwand nicht gesehen hat kann den Film bei frents ausleihen und entweder ganz normal auf dem eigenen Fernseher anschauen, oder den 3D Fernseher dazu leihen!

Keith Richards’ Memoiren “Life” – Entdecken, Teilen und Sammeln auf frents.com

Er hat ein Gesicht wie ein ungemachtes Bett, dachte Jahre lang Johnny Depp sei der Drogendealer seines Sohnes Marlon und spielte überzeugend einen Piraten. Die größte Sorge war, dass er sich nicht erinnern könnte. Doch Keith Richards hat mit dem Journalisten James Fox ein 736 Seiten starkes Buch verfasst: ‘Life’. Gemeinsam haben sie sich daran gemacht die geschichtlichen Scherben von Rock, Ekstase, Delirium und Wahnsinn zusammen zu suchen und haben es geschafft im Leser der Memoiren die Liebe zum Rock und zur Gitarre, die Richards’ Leben geprägt hat, aufleben zu lassen. Ereignisse von Schulwegen im englischen Dartford bis zu gigantischen Konzerten sind mit solch einer Leidenschaft beschrieben, dass man mitgenommen wird in dieses Museum des Ungeheuerlichen. Man sitzt als Leser neben Richards und Jagger wie sie Textzeilen vor sich hinmurmeln, Richards dazu zwei, drei Akkorde spielt und Jagger einfach so weiterdichtet und wie aus diesem Hauch dann eine Wolke und dann ein Song wie “As tears go by” wird. Die Geschichte der Rolling Stones läuft ineinander mit der eigenen Geschichte Richards, seiner Drogensucht, seiner Isolation, seinem Wahnsinn und man versteht, warum er aus diesem Strudel, der mit Wucht nach unten sog, nicht aussteigen konnte. Das Buch gibt es jetzt bei frents.com wenn ihr mehr lesen wollt!