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frents Montagsmusik: The King Is Dead von The Decemberists

Die Folkweltmeister aus Portland, Oregon schaffen zum wiederholten Male etwas Bemerkenswertes: Ihr längst überfälliges neues Werk The King Is Dead ist durchgehend konservativ und doch etwas Niedagewesenes. Nach Picaresque (2005) verließ die Band die Indieszene, das Bangen um ihr Überleben im Haifischbecken der Majors begann. The King Is Dead ist der dritte Longplayer der Decemberists bei Capitol. Seine zwei Vorgänger waren sperrige Werke: Sowohl The Crane Wife (2006) als auch The Hazards Of Love (2009) waren Konzeptalben, die musikalisch den recht leichtfüßigen Folk des Quintetts mit Progressive Rock-Allüren beschwerten. Das funktionierte auf The Hazards Of Love nicht so wirklich; auf The Crane Wife teilweise ganz gut. Auf dem neuen Album schlägt ihr ätherisch-schwebender, von britischen und bisweilen auch osteuropäischen Einflüssen geprägter Folk-Sound von früher Wurzeln in amerikanischer Heimaterde Ein gutes Beispiel ist die wunderbare Ballade Down By The Water, bei der man zuerst an R.E.M. (Peter Buck hat auch daran mitgearbeitet) denken muss, dann (nicht nur wegen der Mundharmonika) an Bob Dylan (mit dem sich die Decemberists schon eine Bühne teilten), bis man versteht, dass dies einfach die legitimen Erben von Bob Dylan und R.E.M. sind, dass sich nur so das Heute von Menschen anhören kann, die das Gestern nicht erlebt, es aber verehrt haben. Eine ganz große, ein moderne Altherrenplatte, die es deswegen auch klassisch auf Vinyl bei frents zu entdecken gibt!

Ein Traum im Traum – Inception bei frents

Regisseur Christopher Nolan (The Dark Knight)  stellt in seinem clever verschachtelten Thriller Inception die Frage nach der Echtheit der Realität. Wenn man aus einem Traum erwacht, der sehr intensiv war, weiß man im ersten Augenblick nicht wo man ist, was real ist, oder was geträumt war. So ähnlich fühlen sich die Figuren in Inception ständig, und so ähnlich fühlt man sich auch als Zuschauer, nachdem man den Film gesehen hat.
Nolan gelingt nicht nur ein clever konstruiertes Action-Abenteuer, sondern vor allem auch eine Verbeugung vor der gauklerischen Macht des Films. Erzählt wird die in einer nicht allzu fernen Zukunft spielende Geschichte einer Gruppe von Gaunern und Schwarz-markthändlern, die sich mittels Narkotika und einer obskuren Maschine in die Träume prominenter Wirtschaftsbosse schleicht, um dort Informationen zu extrahieren. Anführer der Gang – und talentiertester Anwender des Traumbetrugs – ist Cobb (Leonardo DiCaprio), ein gehetzt und fahrig wirkender Mann, auf den in seiner Heimat USA ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Der Industrielle Saito (Ken Watanabe) macht ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: Statt Informationen zu stehlen, soll er einen Gedanken in das Unterbewusstsein eines Konkurrenten Saitos pflanzen. Inception heißt dieses unter Traumdieben als riskant und experimentell geltende Verfahren. Um echte Überzeugungsarbeit zu leisten, konstruieren Cobb und sein Team drei übereinander-liegende Traum-Ebenen, in die das schlafende Opfer nach und nach transportiert wird. Das Unternehmen ist tatsächlich nicht ohne Risiko, denn durch die tiefe Betäubung laufen alle Beteiligten Gefahr, nie wieder zu erwachen, sondern sich für immer in den Tiefen ihres Unterbewusstseins, dem Limbo, zu verlieren. Was kaum einer im Team weiß: Cobbs Psyche ist kurz davor, außer Kontrolle zu geraten. Immer wieder tauchen seine verstorbene Frau Mal (Marion Cotillard) sowie Fetzen einer zum großen Teil verdrängten Leidensbiografie in den Traumkulissen auf und werden zu bedrohlichen Störfaktoren.
Der britische Regisseur findet atemberaubende Bilder, um die gestalterische Macht des ruhenden Geistes zu illustrieren, etwa wenn die angehende Traumarchitektin Ariadne (Ellen Paige) zu Übungszwecken ganze Pariser Straßenzüge buchstäblich auf den Kopf stellt. Das Meisterwerk gibt es bei frents auf Blu-Ray und einen kleinen Kreisel natürlich auch. Den braucht man hinterher.

Cranium, das vielleicht beste Spiel der Welt

Seit 1998 ist Cranium von Hasbro schon Kult in den USA und in England und seit ca. 2002 kann man es auch in Deutschland bekommen. Das Spiel ist ein Mix aus Scharade, Montagsmaler und Activity, man muss andere Begriffe raten lassen, in dem man die gefragten Wörter aus Knete formt, aufmalt oder auch mal eine Melodie summt. Aus eigener Erfahrung und als nicht allzu großer Gesellschaftsspielefan kann ich sagen, dass es mir immer wieder Spaß gemacht hat und ich von anderen in den unterschiedlichsten Altersgruppe ähnliche Resonanzen bekommen habe. Zusätzlich trägt die wirklich originelle Gestaltung dazu bei, dass man sich nie langweilt während andere an der Reihe sind, weil man sich im studieren der Spielfiguren vertiefen kann. Wer es noch nicht kennt – sofort bei frents ansehern, ausleihen und entdecken!

Rent the Runway bekommt große Finanzierung

Die in New York ansässige Firma Rent the Runway, vermietet Designer und Haute Couture Kleidung. Eine prima Idee!

Nun hat die Firma nach Angaben der Security and Exchange Commission 15 Mio $ an Kapital aufgenommen. Angeblich von Bain Capital Ventures. Wir dürfen in Zukunft also mehr aus der Designer Ecke erwarten, wenn es ums Mieten geht. Vielleicht auch eine Idee für Deutschland? Hier der Artikel dazu auf Techcrunch.com.